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Andrea Holzer erklärt den Kindern wie Käse gemacht wird
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Samenkugeln
- ganz einfach!
Bruckenwasenfest

Die Zukunft pflanzen - Ein Film von Marie-Monique Robin

Plakat: Die Zukunft pflanzen

Zum dritten Mal zeigen kath. und ev. Kirchengemeinde in Reichbach einen Film, der den Gottesdienst zum Tag der Schöpfung inhaltlich begleiten wird.
Die Zukunft pflanzen – wie können wir die Welt ernähren?
Lässt sich die Weltbevölkerung dauerhaft und gesund ernähren?
Marie-Monique Robin beantwortet diese Frage mit einem klaren „Ja“, sie zeigt in Ihrer Dokumentation anhand von Beispielen aus aller Welt, daß durch eine ökologisch verträgliche Landwirtschaft und eine neue Rolle der Bauern die Lebensmittelkrise bewältigt werden kann.
Sie ist davon überzeugt, dass das Sechstel der Weltbevölkerung, das heute noch Hunger leidet, durchaus satt werden könnte, wenn mit ökologischen und ressourcenschonenden Anbaumethoden der richtige Weg eingeschlagen würde.
Sie lässt Agrarökonomen, Wirtschaftswissenschaftler und Vertreter internationaler Hilfs­Organisationen zu Wort kommen, die sie bei ihren umfangreichen Recherchen auf vier Kontinenten befragt hat.

Weitere Informationen zum Film:

Interview mit Marie-Monique Robin auf Arte:

http://www.arte.tv/de/zukunft-pflanzen-bio-fuer-9-milliarden/6815836.html

wiki: Marie-Monique Robin:

http://de.wikipedia.org/wiki/Marie-Monique_Robin


Vor und nach dem Film bieten die Umweltverbände NABU Plochingen, Plant-for-the-Planet und BUND Reichenbach-Hochdorf verschiedene Infos und praktische Tipps zum Thema an.

Nach dem Film bieten wir Workshops an, um über Themen aus dem Film zu diskutieren.
Können wir gemeinsam „Die Zukunft pflanzen“?

Die Ergebnisse der Workshops möchten wir im Gottesdienst am Sonntag, 8. Sept. 2013 um 10:00 Uhr in der Siegenbergkirche kurz vorstellen.

Falls Sie sich an den Vorbereitungen und der Veranstaltung aktiv oder als Sponsor beteiligen möchten, finden Sie im Menü unter "Mitmachen" oder hier weitere aktuelle Informationen:

http://bund-reichenbach-hochdorf.de/index.php?option=com_content&view=article&id=11

Ein erfolgreiches Projekt zum Thema:

Andernach - die essbare Stadt

http://www.youtube.com/watch?v=HOEwTl4kM4c

Bienen sind unser Schatz - BUND zeigte „More Than Honey“

Der Ortsverband Reichenbach-Hochdorf des BUND zeigte im kath. Gemeindezentrum den Film über das weltweite Bienensterben „More Than Honey“. Rund 80 Interessierte diskutierten anschließend mit der Expertenrunde: Harald Ebner (MdB, Mitglied des Agrarausschusses), Ute Gasselin vom Württembergischen Imkerverband und dem „Stadtimker“ sowie Sebastian Faiß, dessen Bienen seit kurzem auch vom Rathausdach in Reichenbach zur „Arbeit“ starten.


Katja Nickl (Netzwerk Blühende Landschaften) vor dem wunderbar gestalteten Infotisch



Einen bunten Büchertisch über Bienen, Naturgarten und Co hatte Axel Kern vorbereitet. Katja Nickl vom „Netzwerk blühende Landschaften“ präsentierte bienenfreundliche Pflanzen und Saaten. Die BUNDler zeigten Nistkästen und Insektenwohnungen. Der Württembergische Imkerverband war mit seiner Ausstellung präsent.

Bienen schenken uns mehr als nur Honig. Ein Drittel der globalen Nahrungsproduktion und viele Wildpflanzen hängen von der Bestäubung durch Bienen und anderen Insekten ab. Aber unseren summenden Helferinnen geht es schlecht: Imker beklagen seit Jahren hohe Winterverluste bei ihren Bienenvölkern. Während die Chemieindustrie hauptsächlich den Bienenparasit Varroa-Milbe dafür verantwortlich macht, sehen viele Imker und Umweltverbände auch andere Ursachen. Die Tiere sind geschwächt durch Nahrungsmangel, weil es in unserer Landschaft immer weniger artenreiche Wiesen und immer mehr blütenarme Monokulturen gibt. Bienen, Hummeln und andere Bestäuber sind auch durch den Einsatz von Pestiziden gefährdet.
 
Der preisgekrönte Dokumentarfilm "More Than Honey" begab sich weltweit auf Spurensuche nach den Ursachen des Bienensterbens und zeigte auf, welche Folgen die industrialisierte Landwirtschaft für unser drittwichtigstes Nutztier hat. In einzigartigen Detail- und Zeitlupenaufnahmen konnten die Zuschauer die faszinierende Welt der Bienen besser verstehen.

Insbesondere die industriell geprägte Imkerei in den USA schockierte. „Die Imkerei ist in Deutschland oft ein schönes Hobby und dient dem Nebenerwerb“, betonte Ute Gasselin vom Imkereiverband. Während in den USA bis zu 15.000 Völker mit Lastwagen durch den Kontinent gekarrt werden, sind es in Deutschland bei den wenigen Berufsimkern keine 1000 Völker.

Auch das im Film gezeigte Bestäuben von Hand in China verwunderte. Das Reich der Mitte vergiftete nämlich alle Spatzen, weil sie angeblich den Weizen auf den Feldern vertilgten. Gegen die anschließende Insektenplage waren Insektizide nötig, die zum großflächigen Bienensterben führten. Heute müssen Wanderarbeiter auf Bäume klettern und mit dem Pinsel und zuvor geernteten Pollen die Blüten bestäuben.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Ebner führte vor Augen, dass die EU-Gesetzgebung wichtige Weichen auch für deutsche Böden und Äcker stellt. „So wurden jüngst in Brüssel Fördermittel gekürzt, die über das Land und das Meka-Programm an die Landwirte durchgereicht werden“, nannte der agrarpolitische Experte ein Beispiel.


Brigitte Beier (BUND), Harald Ebner (MdB, Mitglied des Agrarausschusses), Ute Gasselin (Württembergischen Imkerverband) und Sebastian Faiß (Bio-Imkerei-Goldblüte)

Einig war sich die Runde, dass der verstärkte Maisanbau in Deutschland zur Blütenarmut in der Landschaft führt. Und auch das Kurzhalten von Wiesen sorgt für Blütenarmut. Bio-Imker Sebastian Faiß konnte aufgrund seiner Erfahrung aufzeigen, dass in Städten und Ortskernen oft mehrt Tracht für Bienen zur Verfügung steht als in vermeintlich blühenden Landschaften, die aufgrund von pestizidintensiven Monokulturen machen den Bienen das Leben schwer. Verbraucher und Kommunen, Garten- und Balkonbesitzer können durch EinkaufAussaat von verschiedenen für Bienen und  die Artenvielfalt verbessern.



An dieser Stelle wollen wir uns vom BUND Ortsverband bei der katholischen Kirchengemeinde für die Überlassung des Raumes bedanken. Insbesondere freuen wir uns über die zahlreichen Spenden der Besucher, die uns beim Aufbau unseres erst kürzlich gegründeten Ortsverbandes helfen. Der große Publikumszuspruch motiviert uns weitere wichtige Naturschutzthemen in derÖffentlichkeit zu präsentieren.

  


Vielen Dank gilt auch an dem NABU Team der Gruppe Plochingen-Reichenbach für die Informaterialien, Plant-for-the-Planet für die Verkostung der „Guten Schokolade“ und Greenpeace Esslingen für die Informationen zu Insektiziden.

Josef Hailer Josef Hailer Josef Hailer

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